Nachhaltigkeit im Personalmanagement – Auftakt der Webinar-Reihe mit Future Designer Stephan Grabmeier

Das Jahr 2024 hat begonnen, und mit ihm rückt ein entscheidendes Thema in den Vordergrund: Nachhaltigkeit im Personalmanagement. Um diesem wichtigen Aspekt Rechnung zu tragen, starten wir unsere kostenfreie Webinar-Reihe “guud to know: Nachhaltigkeit im Personalmanagement." Ziel ist es, Personalverantwortliche auf der Reise zu mehr Nachhaltigkeit zu begleiten und ihnen praxisnahe Impulse, Tipps und Inspirationen zu liefern. In 10 Webinaren werden wir euch Input zu unterschiedlichsten Aspekten des greenHRM geben.

Stephan Grabmeier ist Future Designer und einer der bekanntesten Gestalter von enkelfähigem Wirtschaften. Als Gründer der Beratung Synergie Zukunft GmbH, arbeitet er eng mit führenden Think Tanks in Europa zusammen und berät namhafte Unternehmen, Verbände, Kommunen und Wirtschaftsregionen. Seine Expertise liegt in der Umwandlung von Trends in Strategien und der Begleitung der doppelten Transformation – Digitalisierung und Nachhaltigkeit – hin zu einer regenerativen Wirtschaft. Zukunftsfähiges Wirtschaften bedeutet für ihn Impact zu erzeugen. Stephan ist vielfacher Autor, sein aktuelles Werk „Impact Business Design – der Guide zum enkelfähigen Wirtschaften“ bietet einen Guide zur Modellierung enkelfähiger Organisationen.

Auftakt mit Expertenwissen: Stephan Grabmeier gibt Impulse für die nachhaltige Transformation

Im Rahmen unseres Auftakt-Webinars am 25. Januar hatten wir das Vergnügen, Stephan Grabmeier, Experte für Nachhaltigkeitstransformation, zu hören. Stephan hatte bereits diverse Rollen im Bereich HR / Change / Innovation in Unternehmen wie der Telekom, Kienbaum und Haufe inne und ist mittlerweile selbstständig als Future Designer tätig. Er teilte sein umfangreiches Wissen und gab den Teilnehmer:innen wertvolle Einblicke, wie die Transformation zu einem nachhaltigen und zukunftsfähigen Unternehmen gelingen kann. Seine Expertise und praktischen Tipps bieten eine hervorragende Grundlage für Unternehmen, die sich auf den Weg zu einer nachhaltigeren und verantwortungsvollen Arbeitsweise machen möchten.

Die Rolle von HR im Transformationsprozess

Stephan unterstrich die zentrale Rolle der HR in Transformationsprozessen. Der Erfolg dieser hängt nämlich davon ab, wie gut die Mitarbeiter:innen abgeholt und mitgenommen werden. Und HR sitzt an dieser einzigartigen Position im Unternehmen, um als Vermittler und Treiber der Veränderung zu agieren. Damit der Prozess auch erfolgreich ist, sind Konsequenz und Kooperationsbereitschaft entscheidende Faktoren:

  • Konsequenz bedeutet konkret, dass nachhaltige Werte auch wirklich allen Entscheidungen im Unternehmen zugrunde gelegt werden müssen – alles andere wird von Mitarbeiter:innen (genauso wie von Konsument:innen) schnell als Greenwashing identifiziert und die fehlende Glaubwürdigkeit erstickt jeden Transformationsprozess im Keim. Dafür müssen Nachhaltigkeit und Transformation nicht nur als Compliance-Themen, sondern als essentielle Bestandteile der Unternehmensstrategie und -kultur verstanden werden.
  • Für Kooperationsbereitschaft ist es wichtig, klare Visionen und Zukunftsbilder zu entwickeln und zu vermitteln. Kommunikation spielt hier eine entscheidende Rolle – diese Zukunftsbilder müssen so kommuniziert werden, dass Mitarbeiter:innen insbesondere auch emotional abgeholt werden. Laufende Updates dazu, wie die Transformation vorangeht und was bereits erreicht wurde, sind genauso wichtig, um Motivation und Identifizierung aufrechtzuerhalten.

“Wie überzeuge ich die Geschäftsführung von der Notwendigkeit zu mehr Nachhaltigkeit?"

Personalabteilungen sollten nicht nur reaktiv sein, sondern auch aktive Gestalter und Designer der Transformation sein. Dazu gehört natürlich auch eine Portion Mut und Offenheit, die auch in vielen Personalabteilungen bereits vorhanden ist. Leider zieht sich das nicht immer bis zur Geschäftsführung durch – die Frage, wie diese von der Notwendigkeit zu mehr Nachhaltigkeit überzeugt werden kann, beschäftigt viele Personaler:innen.

Auch dafür gab es einige Tipps:

  • Oftmals hilft es, den Blick zu öffnen, und die eigene Organisation in Relation zu Megatrends zu sehen: Was beschäftigt die Gesellschaft und Wirtschaft und wo steuern wir hin? Welche Rolle spielen wir als Organisation hierbei und welche Rolle wollen wir spielen? Daraus können sich Zukunftsbilder ergeben, die Wege für eine (und die Notwendigkeit einer) Nachhaltigkeitstransformation aufzeigen.
  • Viele schrecken vor einer grundlegenden Transformation zurück – auch aus Angst vor dem Unbekannten und entsprechend großem Änderungsbedarf. Ein konkreter und einfacherer Einstieg kann beispielsweise über gesetzliche Rahmenbedingungen erfolgen. Die CSRD – also Corporate Sustainability Reporting Directive – eine Regelung zur Nachhaltigkeitsberichterstattung – kommt und wird viele Unternehmen betreffen. Hierauf bereits frühzeitig vorbereitet zu sein, kann viele Kosten und Aufwände ersparen.
  • Nicht zuletzt ist auch das Thema Arbeitgeberattraktivität ein wichtiges Argument für mehr Nachhaltigkeit in Unternehmen. Über ⅔ der Bewerber:innen evaluieren die Nachhaltigkeit eines potentiellen Arbeitgebers und Mitarbeiter:innen sehen mangelnde Nachhaltigkeit mehr und mehr als Kündigungsgrund. In Zeiten von Fachkräftemangel ist dies ein gutes Argument, um die Transformation anzustoßen.

Systemische Sichtweise und Werkzeuge für die Umsetzung

Mit einer systemischen Sichtweise auf Organisationen erklärte Stephan, wie wichtig es ist, die verschiedenen Aspekte einer Organisation zu verstehen und zu verbinden, um effektive Transformationen zu erreichen. Er stellte Instrumente wie das "Impact Business Oszillogramm" vor, um Organisationen auf das nächste Level der „Enkelfähigkeit“ zu bringen. Wichtig ist es dabei, zu erkennen, dass das Innere der Organisation und auch die Außenwirkung aufeinander abgestimmt werden müssen. Das bedeutet eben auch, dass eine Unternehmenskultur, die Nachhaltigkeit verankert, Grundlage für nachhaltige Produkte bzw. nachhaltige Beziehungen zu Geschäftspartnern ist. Und genau dafür ist es wieder wichtig, alle Mitarbeiter:innen auf die Reise mitzunehmen. Mehr Informationen zu den Werkzeugen des Impact Business Designs findet ihr im entsprechenden Buch von Stephan: Impact Business Design – der Guide zur Modellierung enkelfähiger Organisationen. Sein Buch bietet einen umfassenden Leitfaden für die Entwicklung nachhaltiger und zukunftsfähiger Organisation.

Ausblick: So geht die Webinar-Reihe weiter

In insgesamt 10 Webinaren über das Jahr verteilt, decken wir unterschiedliche Themengebiete ab, von Steuervorteilen und Employer Branding bis hin zur Kultur eines Unternehmens. Jedes Webinar ist darauf ausgerichtet, konkrete Handlungsempfehlungen und Praxistipps zu geben, um gemeinsam mit euch eine Unternehmenskultur zu etablieren, die Nachhaltigkeit als grundlegenden Wert versteht und lebt.

Nächster Termin: Nachhaltige Steueroptimierung mit Maggie Shiffa

Am 28. Februar um 11:00 Uhr freuen wir uns, Maggie Shiffa als Vortragende in unserer Webinar-Reihe begrüßen zu dürfen. Sie wird sich mit dem spannenden Thema "Nachhaltige Steueroptimierung" auseinandersetzen und aufzeigen, wie Startups und Scaleups in Deutschland steuerliche Potenziale optimal ausschöpfen und gleichzeitig die Nachhaltigkeit im Unternehmen fördern können.

Wir freuen uns darauf, in den kommenden Webinaren weitere Expert:innen zu begrüßen und gemeinsam mit euch die Reise zu einem nachhaltigen Personalmanagement fortzusetzen.

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